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Bestände

Hier erhalten Sie einen kurzen Überblick über die Sammlungsbestände des Deutschen Instituts für Animationsfilm.

Thematisch-historische Sammlung

J.P. Storm

©DIAF-Archiv, Hans Fischerkoesen

©DIAF-Archiv, Hans Fischerkoesen

Ausgehend von Filmen, Druckerzeugnissen und Fanprodukten rund um Mickey Mouse kam der Privatsammler J.P. Storm in Berührung mit dem deutschen Zeichenanimationsfilm im Nationalsozialismus und nahm eine breite Forschungslücke wahr. In fast drei Jahrzehnte währender Recherche führte er Zeitzeugengespräche, sammelte umfassend Dokumente und sicherte wichtige künstlerische Belegmaterialien vor allem zu den Filmen der Deutschen Zeichenfilm GmbH und von Hans Fischerkoesen. 2012 veröffentlichte er mit Rolf Giesen die Ergebnisse in der Publikation „Animation Under the Swastika“ und übergab dem DIAF seine Sammlung.

Studiosammlungen

Amateurfilmstudio Pentacon

©privat

©privat

Ehemalige Mitglieder des von 1953 bis 1990 bestehenden Amateurfilmstudios VEB Pentacon Dresden schenkten dem DIAF Arbeiten aus den Jahren 1953 bis 1984. Aus rund 40 Filmen stellte das Institut 2012 zwei Filmprogramme zusammen und präsentierte sie im Museumskino Dresden.

DEFA-Studio für Trickfilme Dresden

©DIAF-Archiv

©DIAF-Archiv

Seit Gründung des DIAF überlassen zahlreiche frühere Mitarbeiter des DEFA-Studios für Trickfilme Dresden dem DIAF ihre Sammlungen und komplettieren damit die Kernbestände des DIAFs zum ehemaligen Dresdner Studio. Darunter sind die Vor- oder Nachlässe von Bruno J. Böttge (Sammlung Petra König), Otto Sacher (Entwürfe, Requisiten, Zeichenfolien; 1996), Günter Rätz (Bilddrehbücher, Technik, Übersetzungen von Animationsliteratur; 2014), Lutz Stützner (1997); Hedda Gehm (Ideen/Szenarien, Texte; 1996), Klaus Eberhardt (Entwürfe, Fotos, Puppen, Drehbücher, Film; 1995/96) sowie Rosemarie und Herbert K. Schulz.

MotionWorks GmbH

©DIAF-Archiv

©DIAF-Archiv

Die vom ehemaligen DEFA-Trickfilmstudio-Mitarbeiter Tony Loeser 1998 in Halle (Saale) gegründete Produktionsfirma MotionWorks GmbH schenkte dem DIAF 2012 zahlreiche Zeichenfolien, Gestaltungsentwürfe, Requisiten, Werbematerial und 35-mm-Filme u. a. zur Produktion Globi und der Schattenräuber.

Künstlersammlungen

Peter Blümel

©Peter Blümel

©Peter Blümel

Der Grafiker und Regisseur Peter Blümel schenkte dem DIAF im Jahr 2011 zahlreiche Belegkopien seiner Werbefilme für die Sendung „ttt – Tausend Tele-Tips“ des DDR-Fernsehens. Diese liegen inzwischen digitalisiert als DigiBeta und DVD vor.

Christoph Czerny

Nach der Auflösung seines Ateliers schenkte der Dresdner Inhaber des Foto-, Film- und Werbestudios Christoph Czerny dem DIAF 2015 zahlreiche Filme, Requisiten und Figuren.

Matthias Daenschel

©DIAF-Archiv

©DIAF-Archiv

Der Berliner Animationskünstler Matthias Daenschel, Absolvent der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg, überließ dem Deutschen Institut für Animationsfilm 2014 ein umfangreiches Konvolut mit Materialien zu seinen Filmen (Zeichnungen, Phasen, Folien, Clean-ups), Filme und Tonbänder sowie Materialien aus seinem Studium als Schenkung.

Jochen Ehmann

©DIAF-Archiv

©DIAF-Archiv

Der Stuttgarter Grafiker und Animationskünstler Jochen Ehmann überließ dem DIAF 2017 Materialien aus der Arbeit an verschiedenen Kurz- und Werbefilmen. Darunter sind neben Filmkopien und Videokassetten auch Dutzende Kartons mit Zeichnungen, Layouts, Storyboards und Drehplänen.

Jo Martin

©DIAF-Archiv

©DIAF-Archiv

Der Regisseur Jo Martin übergab dem DIAF 2012 Zeichenfolien, Flachfigurenteile, Fotos, VHS-Kassetten und andere Materialien zu seinen Filmen.

Ernst J. Schienke

Seit 2011 befindet sich der Nachlass des Westberliner Gestalters, Regisseurs und „Telebärchen“-Produzents Ernst J. Schienke (1912–1998) im Bestand des DIAF. Im Archiv lagern nun beispielsweise Schienkes Kinderfilme für das „Sandmännchen“ des Senders Freies Berlin (SFB), animierte Wahlwerbespots der CDU sowie Produktwerbefilme.

Kurt Weiler

Der Nachlass von Kurt Weiler, einem der bedeutendsten deutschen Animationsfilmkünstler des 20. Jahrhunderts, lagert seit Ende 2017 im DIAF-Archiv. Weiler verbündete sich mit Bühnenbildnern, Theatermachern und bildenden Künstlern und schuf eine neue Form des Puppen- und Collagen-Animationsfilms. Seine Experimentier- und Verfremdungslust mit poetisch stilisierten Figuren führte zu einer zunehmenden Reduzierung und Abstraktion in Erzählung und Gestaltung.

Heinz Wittig

©DIAF-Archiv

©DIAF-Archiv

Der Dresdner/Graupaer selbständige Filmemacher Heinz Wittig (1939–2011) übergab dem DIAF viele Arbeitsfilmkopien seiner in der DDR entstandenen Filme sowie zahlreiche Fotos und grafische Arbeitsmaterialien als Vorlass. Darunter sind nicht nur Materialien zu seinen bekannten Animationsserien wie Sprichwörtliche Redensarten und Selbstgemalt, sondern auch Werbe- und Wirtschaftsfilme sowie dokumentarische Arbeiten. Viele dieser Werke zeugen von Wittigs Humor sowie seiner Verwurzelung in der Künstlerszene des Dresdner Elbhangs.