4. April 2019

Sonderausstellung: Animierte Malerei – Gemälde als Filme

Die Künstlerin Xenia Smirnov bei der Arbeit. ©Volodymyr Ivanov
Die Künstlerin Xenia Smirnov bei der Arbeit. ©Volodymyr Ivanov

Die Übertragung von künstlerischen Malereitechniken wie Acryl- oder Ölmalerei in die bewegte Form des Animationsfilms gehört zu den anspruchsvollsten Trickfilmmethoden überhaupt. Die Ausstellung „Animierte Malerei – Gemälde als Filme“ lässt sieben Künstlerinnen und Künstler mit unterschiedlichen Themen und Handschriften aus verschiedenen Ländern und Generationen in einen künstlerischen Dialog treten. Die Polen Joanna Jasińska-Koronkiewicz (* 1980) und Witold Giersz (* 1927), der Russe Alexander Petrov (* 1958) – mit Sohn und Schülern –, der Schweizer Georges Schwizgebel (* 1944), der Deutsche Jochen Kuhn (* 1954), die in Deutschland lebende Russin Xenia Smirnov (* 1987) und der aus Dresden stammende André Schmidt (* 1960). Sie alle sind Regisseure, Gestalter, Animatoren und oft auch Buchautoren wie Kameraleute zugleich, sie müssen perfekte Maler, aber auch versierte Filmemacher sein.

Fire/Feuer, Witold Giersz, PL 1975, © Studio Miniatur Filmowych

Fire/Feuer, Witold Giersz, PL 1975, © Studio Miniatur Filmowych

Präsentiert werden Exponate zu ausgewählten Werken, darunter Skizzen, Art Work und dreidimensionale Objekte sowie auch Filmbeispiele und Interviews.

Begleitend zur Ausstellung werden für das Filmfest Dresden und für das Museumskino der Technischen Sammlungen (DIAF-Filmreihe ANIMANIA) Filmprogramme kuratiert, die den Ausstellungsinhalt aufgreifen und für das Festivalpublikum bzw. die interessierte Öffentlichkeit auf der großen Leinwand erlebbar machen.

Die Künstler (Auswahl)

Der polnische Animationsmeister Witold Giersz gilt als einer der Ersten, der unmittelbar unter der Kamera animierte. In Mały western/Der kleine Western (1960) „tupfte“ er die Farbe direkt auf die Folie. Giersz, inzwischen über 90 Jahre alt, hat eine stattliche Filmografie vorzuweisen und arbeitet nach wie vor.

Mały western/Der kleine Western, Witold Giersz, PL 1961, © Studio Miniatur Filmowych

Mały western/Der kleine Western, Witold Giersz, PL 1961, © Studio Miniatur Filmowych

Als unumstrittener Meister der animierten Ölmalerei gilt auch der in Jaroslavl tätige Alexander Petrov: Für den ersten Großbildanimationsfilm überhaupt, The Old Man and the Sea, gewann er den Oscar und zahlreiche weitere Preise.

Jochen Kuhn schafft seit rund 40 Jahren vielfach preisgekrönte filmische Gesamtkunstwerke: Malerei, Regie, Text und Musik liegen in seiner Hand.

Eröffnung im Rahmen des 31. Filmfest Dresden

Donnerstag, 11. April 2019, 15 Uhr
Ausstellungsräume des DIAF in den Technischen Sammlungen Dresden, 2. OG

Wir freuen uns auf die Anwesenheit der beteiligten Künstler:
Witold Giersz (PL), Joanna Jasińska-Koronkiewicz (PL), Jochen Kuhn (D), André Schmidt (D), Georges Schwizgebel (CH), Xenia Smirnov (D)

Rusalka, Alexander Petrov, RU 1996, © Dago-Filmproduction

Rusalka, Alexander Petrov, RU 1996, © Dago-Filmproduction

Stadtrundfahrt vor der Ausstellungseröffnung

DIAF und Filmfest Dresden laden ihre Gäste auf eine Stadtrundfahrt durch Dresden ein. Die Bustour beginnt am Donnerstag, 11. April, 13 Uhr am Filmtheater Schauburg und endet pünktlich zur Ausstellungseröffnung „Animierte Malerei – Gemälde als Filme“ an den Technischen Sammlungen Dresden.

Mit Akkreditierung des Filmfests Dresden. Wir bitten um Anmeldung im Gästezentrum des Filmfests.
In englischer Sprache.

Rusalka, Alexander Petrov, RU 1996, © Dago-Filmproduction

Rusalka, Alexander Petrov, RU 1996, © Dago-Filmproduction

Filmprogramme

Filmfest Dresden 2019 / Filmtheater Schauburg:
Animated 1: „Jochen Kuhn – zwischen Film und Kunst“, Samstag, 13. April, 15 Uhr;
Animated 2: „Animierte Malerei – Gemälde als Filme“, Donnerstag, 11. April, 21 Uhr und Sonntag, 14. April, 13 Uhr

Museumskino der Technischen Sammlungen Dresden: Kurzfilmprogramm „Animierte Malerei – Gemälde als Filme“ im Rahmen der ANIMANIA-Reihe Freitag, 12. April, 20 Uhr

Sonntag 3, Jochen Kuhn, D 2012, ©Jochen Kuhn

Sonntag 3, Jochen Kuhn, D 2012, ©Jochen Kuhn