Sonderfilmprogramm „Best of DEFA-Animation“

Lebensbedürfnis oder Arbeit macht Spaß, Sieglinde Hamacher, DDR 1990, ©DIAF-Archiv
Lebensbedürfnis oder Arbeit macht Spaß, Sieglinde Hamacher, DDR 1990, ©DIAF-Archiv

Man soll die Feste feiern wie sie fallen! Das Deutsche Institut für Animationsfilm veranstaltet ein Sonderfilmprogramm mit ehemaligen künstlerischen Mitarbeitern des DEFA-Studios für Trickfilme, die in diesem Jahr ein Jubiläum begangen haben.

Am Donnerstag, dem 24.10.2011, um 19 Uhr gibt es im Museumskino der Technischen Sammlungen Dresden die seltene Gelegenheit, gemeinsam mit den Filmemachern ihre Filme zu sehen und gleichzeitig mit ihnen ins Gespräch zu kommen, um aus erster Hand vieles über die künstlerische Arbeit wie auch über die Situation im DEFA-Studio, das von 1955 bis 1990 existierte, zu erfahren. Dazu gibt es noch ein ganz besonderes Filmpaket mit neuen Filmen sächsischer Filmemacher wie von Balance Film und Animated Cartoon, als auch bemerkenswerte aktuelle Produktionen ausländischer Animationsfilmkunst.

Das Institut, das in der Archivierung und wissenschaftlichen Aufarbeitung der Dresdner Animationsfilmgeschichte eine seiner Hauptaufgaben sieht, ehrt mit dieser Veranstaltung renommierte Filmemacher wie die Zeichentrickregisseurin Sieglinde Hamacher, die mit ihrem Film Lebensbedürfnis oder Arbeit macht Spaß ihre zeichnerische Klasse und lakonischen Witz demonstriert, den Silhouettenfilm-Regisseur Jörg Herrmann, der im Alter von 70 Jahren kürzlich seinen ersten Langmetragefilm auf Grundlage der Krabat-Sage in dieser Sparte präsentieren konnte (Der siebente Rabe), und die Legende des deutschen Puppenanimationsfilms Kurt Weiler, hier mit dem Collagefilm Erinnerung an ein Gespräch vertreten. Heinz Nagel schuf einen der wenigen abstrakten Animationsfilme des Studios – seine Musikalischen Arabesken sind eine eindrucksvolle Visualisierung von Musik mit den Mitteln der Zeichenanimation. Weiterhin sind die herausragende Regisseurin für Kinderanimationsfilme Ina Rarisch, die Chefanimatorin Barbara Atanassow, der Regisseur Walter Eckhold sowie Heli Eckhold, die jahrzehntelang als Konturistin und Coloristin tätig war, eingeladen.

Eintritt: 5 € / 4 € ermäßigt
Kartenvorbestellung: Museumskino 0351 488 72 72

Museumskino der Technischen Sammlungen Dresden