Schneemänner als Trickfilmstars | Adam-Elliot-Nacht 2012

Die gestohlene Nase, Kurt Weiler, DDR 1956, ©DIAF-Archiv
Die gestohlene Nase, Kurt Weiler, DDR 1956, ©DIAF-Archiv

Es ist mittlerweile begeistert zelebrierter Brauch: Auch 2012 zeigen das Deutsche Institut für Animationsfilm und das Kino Thalia „zwischen den Jahren“ internationale Animationsfilme für Kinder, Familie und Erwachsene. Am 30. Dezember 2012 huldigen wir wieder dem Schneemann als Filmhelden und zeigen am Abend aufgrund der großen Nachfrage die wunderbar skurrilen Knetanimationen von Adam Elliot.

Schneemänner als Trickfilmstars

Im Vorfilm dieses Kinonachmittags Die gestohlene Nase (1956) widmet sich der DEFA-Regisseur Kurt Weiler voll und ganz dem herzzerreißenden Schicksal eines Schneemanns.

Ein Schneemann für Afrika, Rolf Losansky, DDR 1977, ©DIAF-Archiv

Ein Schneemann für Afrika, Rolf Losansky, DDR 1977, ©DIAF-Archiv

20 Jahre später zeichnet Kurt Weiler für die Trickszenen in Ein Schneemann für Afrika (1977) von Rolf Losansky verantwortlich. Hier geht es um das Mädchen Asina mit den 21 Zöpfen, die in Coccatuttibana in Afrika lebt. Ihr Freund, der junge Seemann Karli aus Rostock, hat versprochen, beim nächsten Wiedersehen etwas ihr Unbekanntes mitzubringen. Ungeduldig und fieberhaft wartet Asina jeden Tag auf Karlis Schiff, die MS Wismar. Tatsächlich hat Karli etwas Außergewöhnliches in Rostock organisiert: einen Schneemann. Schnell ist der eisige Gefährte mit Handschuhen und Schal wie auch einem Namen versorgt. Nur wohin mit Kasimir Schneemann? Eine abenteuerliche Reise gen Afrika beginnt. Als die MS Wismar endlich am Horizont vor Asinas Küste auftaucht, ist das gespannte Warten für Asina zu Ende. Sie freut sich riesig über Kasimir, dem aber das afrikanische Klima nicht gerade gut bekommt. Doch Rettung naht. Ein bezaubernder Kinderfilm mit Dokumentaraufnahmen und Puppenanimationsszenen.

Sonntag, 30. Dezember 2012, 16 Uhr, Kino Thalia Dresden / Eintritt: 3 EUR

Adam-Elliot-Nacht

Knete mit Erfolg: Die filmische Karriere des Australiers Adam Elliot, Regisseur von Mary & Max, begann 1996 mit dem Kurzfilm Uncle – minimale Animation, minimale Kosten, aber ein großartiges, komisches Porträt eines Losers. Zur Familientrilogie gesellen sich weitere liebenswerte Verwandte mit ganz besonderen Ticks: Cousin (1998) und Brother (1999). Das 23-minütige Meisterwerk Harvie Krumpet (2003, Oscargekrönt) stellt den sympathischen, 1922 in Polen geborenen Harvek Milos Krumpetzki vor, der von Unglück zu Unglück schlittert und trotzdem vorwärtsschauend durchs Leben geht.

Ein ganz besonderer Abend mit allen vier Kurzfilmen (40 min) und Mary & Max.

Sonntag, 30. Dezember 2012, 20 Uhr Kino Thalia Dresden / Eintritt: 7 EUR

Kartenvorbestellung: Kino Thalia (Görlitzer Straße 6, 01099 Dresden) 0351 65 24 703

Info: Adam Elliot Pictures