„Porzellanien“ – Porzellan im Animationsfilm der DDR

Novelle, Katja Georgi, 1974, ©DIAF-Archiv
Novelle, Katja Georgi, 1974, ©DIAF-Archiv

eine Kooperation der Porzellansammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, und des Deutschen Instituts für Animationsfilm (DIAF)

Das DEFA-Studio für Trickfilme Dresden war für die Vielfalt seiner Animationstechniken und verwendeten Materialien bekannt – sogar Meissener Porzellan kam zum Einsatz. In den drei Filmen Novelle, Vogel der Nacht und Das Myrtenfräulein der Regisseurinnen Katja Georgi und Christl Wiemer wurde nicht nur die Ästhetik der glänzenden und luxuriösen Oberfläche des Porzellans thematisiert. Die Köpfe und Hände der animierten Figuren selbst wurden in der Adaption von Goethes „Novelle“ aus Meissener Porzellan gefertigt und verleihen ihnen deshalb eine besondere Grazie und Anmut. Das künstlerische Kollektiv der Meissener Porzellanmanufaktur zu DDR-Zeiten wiederum ließ sich für viele seiner Dekore von Film und Theater inspirieren. Diese wechselseitigen Einflüsse und Beziehungen sollen an diesem Abend nicht nur präsentiert werden, sondern das Publikum ist eingeladen, diese mit den Regisseurinnen auch zu diskutieren.

Mi, 28.3.2018, 17.30 Uhr

17.30 Uhr Aperitif vor dem Museumskino

18.30 Uhr Filmvorführung mit Einführung von Dr. Julia Weber (Leiterin der Porzellansammlung) und Constanze Fritzsch (Staatliche Kunstsammlungen Dresden),
anschließend Diskussion mit den Regisseurinnen Katja Georgi und Christl Wiemer sowie Martina Fischer (Direktorin des Stadtmuseums Meißen) und Nadja Rademacher (kuratorisch-wissenschaftliche Leiterin des DIAF)

Novelle, Katja Georgi, 1974

Beim Ausritt entdecken die Fürstin und der Hofjunger Honorio einen Brand auf dem Marktplatz. Aufgrund des Feuers sind den gerade anwesenden Gauklern ein Tiger und ein Löwe entflohen. Den Tiger tötet Honorio, doch was wird mit dem Löwen geschehen?

Das Myrtenfräulein, Katja Georgi, 1988

Der Prinz von Porzellanien, der nur das Spiel mit eitlen Damen in einer kühlen Porzellanwelt kennt, möchte das Myrtenbäumchen der armen Töpfersleute besitzen. Es wurde den beiden anstelle eines Kindes beschert. Der Prinz wird krank vor Sehnsucht. Das Töpferpaar bringt ihm die Myrte. Er verliebt sich in sie und entdeckt eines Nachts, dass in der Myrte ein schönes Mädchen wohnt …

Vogel der Nacht, Christl Wiemer, 1986

Ein Kaiser in China liebt seine Hauptfrau. Als diese von einer Nebenfrau hinterlistig getötet wird, verwandelt sie sich in eine Nachtigall, die fortan den traurigen Kaiser mit ihrem Gesang erfreut. Die Nebenfrau verletzt den Vogel und lässt zur Erbauung des Kaisers ein künstliches Exemplar bauen, das ihm die Sinne verwirrt. Doch die Nachtigall erholt sich …

Bild: Novelle, Katja Georgi, 1974, ©DIAF-Archiv