Lothar Barke – Trickfilmvater des Teufels mit den Pfannkuchen

Alarm im Kasperletheater, Lothar Barke, DDR 1960, ©DIAF-Archiv
Alarm im Kasperletheater, Lothar Barke, DDR 1960, ©DIAF-Archiv

Winterferien-Filmprogramm 2011 im Kino Thalia Dresden mit Zeichenanimationsfilmen von Lothar Barke

Lothar Barke, Zeichner und Regisseur des DEFA-Studios für Trickfilme in Dresden, hat 1960 unumstritten die bekannteste Figur des DEFA-Animationsfilms geschaffen: das grüne Teufelchen aus Alarm im Kasperletheater, das mit großem „Oijoijoi“ über Bauchschmerzen klagt, nachdem es alle Geburtstagspfannkuchen der Oma verschlungen hat.

Barke war einer der wenigen, die bereits bei der Gründung des Animationsfilmstudios in Dresden 1955 auf Erfahrungen in diesem Metier verweisen konnte. Er war deshalb und vor allem aber wegen seines bemerkenswerten Zeichentalents und seinem Gefühl für Bewegung bis zum Studioende einer der führenden Regisseure. Seine Filme zeigen eine Vorliebe für die schwungvolle, figürliche Zeichenanimation, wie sie die sowjetischen Kollegen und Disney seinerzeit praktizierten. Aus Kinderbücher- und Märchenvorlagen entwickelte er glänzend erzählte, spannende und sehr phantasievolle Animationsfilme für Kinder.

Am 20. Januar wäre Lothar Barke 85 Jahre alt geworden, leider verstarb er im November vergangenen Jahres. In Erinnerung an den großartigen Regisseur zeigen das Deutsche Institut für Animationsfilm und das Kino Thalia in der Winterferienzeit zwei Programme mit einer Auswahl märchenhafter Zeichenanimationsfilme von Lothar Barke und natürlich mit dem kleinen grünen Teufelchen.

Das gestohlene Gesicht, Lothar Barke, DDR 1984, ©DIAF-Archiv

Das gestohlene Gesicht, Lothar Barke, DDR 1984, ©DIAF-Archiv


Freitag, 18.2.2011, 16 Uhr / Samstag, 19.2.2011, 16 Uhr / Sonntag, 20.2.2011, 16 Uhr

Alarm im Kasperletheater, DDR 1960, Farbe, 16 min
Nachts zwischen zwölf und eins geht es im Kasperletheater lustig zu. Neulich ganz besonders, denn da war Omas Geburtstag und es gab Pfannkuchen. Kasper und seine Freunde essen Pfannkuchen für ihr Leben gern. Da hätte ihnen beinahe der kleine Teufel den Spaß verdorben.

Das gibt es nicht, DDR 1975, Farbe, 10 min
Das Erscheinen eines Drachen jagt den Menschen Angst ein, nur ein Kind gerät nicht in Panik und entdeckt das Unglaubliche: Der Drachen speit Blüten statt Feuer und erweist sich als ein liebevolles Wesen.

Sechse kommen durch die ganze Welt
, DDR 1959, Farbe, 27 min
Ein Soldat, der lange gedient hat, erhält zum Abschied nur einen schäbigen Lohn. Er sucht sich Gehilfen, die den König zu einer gerechten Bezahlung zwingen sollen. Bald findet er fünf Burschen, die über wunderbare Eigenschaften verfügen und ihm beistehen wollen. Einer besitzt riesige Kräfte, der zweite ist ein Kunstschütze, der dritte kann großen Frost herbeizaubern, einer versteht es, durch Niesen einen Sturm zu entfachen, und der fünfte läuft schneller als der Wind.

Freitag, 25.2.2011, 16 Uhr / Samstag, 26.2.2011, 16 Uhr / Sonntag, 27.2.2011, 16 Uhr
Alarm im Kasperletheater, DDR 1960, Farbe, 16 min
Nachts zwischen zwölf und eins geht es im Kasperletheater lustig zu. Neulich ganz besonders, denn da war Omas Geburtstag und es gab Pfannkuchen. Kasper und seine Freunde essen Pfannkuchen für ihr Leben gern. Da hätte ihnen beinahe der kleine Teufel den Spaß verdorben.

Miau, DDR 1963, Farbe, 6 min
Friedlich döst ein kleiner Hund vor sich hin. Er wird von dem miauenden Kätzchen aufgescheucht, das mit ihm spielen möchte. Der Kleine kann sich nicht vorstellen, wer diese Laute ausgestoßen hat und fragt die verschiedensten Tiere, ob sie es waren.

Das gestohlene Gesicht, DDR 1984, Farbe, 34 min
Eine hässliche Zauberin raubt einer Prinzessin ihr wunderschönes Gesicht. Drei Hasen versuchen, der Hexe den Zauberstein, mit dem die Verwandlung rückgängig gemacht werden kann, zu rauben. Sie werden ebenfalls verzaubert und müssen eine abenteuerliche Verfolgung absolvieren. Schließlich verliert die Hexe den Kristall und wird zu Stein. Der Zauber ist gebrochen.

Eintritt: 3 € / Kartenvorbestellungen: Thalia Kino Dresden, Tel. 0351 / 6524703