KiKiLi und Clubkino im Lingnerschloss, Mai 2022

Titel Clubkino Mai 2022 / Raupe und Henne, Michela Donini/Katya Rinaldi, Italien 2013. ©Michela Donini/Katya Rinaldi
Titel Clubkino Mai 2022 / Raupe und Henne, Michela Donini/Katya Rinaldi, Italien 2013. ©Michela Donini/Katya Rinaldi

Sonntag, 1. und 22. Mai, 11 Uhr: Mo&Friese unterwegs in der Natur

Mo&Friese – Unterwegs in der Natur. ©Mo&Friese/Kurzfilm Verleih Hamburg

Mo&Friese – Unterwegs in der Natur. ©Mo&Friese/Kurzfilm Verleih Hamburg

Im neuen Kurzfilmprogramm „Mo&Friese unterwegs in der Natur“ des Hamburger Mo&Friese Junges Kurzfilmfestival begeben wir uns in die Natur auf die Spuren von Tieren und Menschen und entdecken, wie alles zusammenhängt. Wie sieht unsere Umwelt aus, wie unterscheidet sie sich von Kontinent zu Kontinent und wie stellt sich das Ganze aus tierischer Perspektive dar? Das Programm entwickelt eine Idee von Natur als schützenswerte Ressource und öffnet mit Filmen aus Brasilien, Bulgarien, Kroatien, Russland, Spanien und Deutschland den Blick auf ein Thema von globaler Relevanz. Wir zeigen das barrierefreie Programm mit Audiodeskription (über Kopfhörer) und einer Einblendung in Gebärdensprache.

Auf der Suche nach dem Land ohne Böses, Anna Azevedo, Brasilien 2017, Dokumentarfilm, 15 Min.
In einem kleinen Dorf unweit von Rio de Janeiro lebt eine Gruppe von Guaraní (Ureinwohner Brasiliens). Die Kinder wachsen zwischen alten Traditionen und modernen Einflüssen auf. Ein Alltag zwischen spielen, lachen und lernen.

Ameise, Julia Ocker, Deutschland 2017, Animationsfilm, 4 Min.
Die Ameisen arbeiten perfekt zusammen. Wäre da nicht eine Ameise, die alles anders macht.

Chiripajas, Olga Poliektova/Jaume Quiles, Russland/Spanien 2017, Animationsfilm, 2 Min.
Ein ökologischer Film über das große Abenteuer einer kleinen Schildkröte auf der Suche nach ihrer Familie.

Die weiße Krähe/Bijela vrana, Miran Miošic, Kroatien 2018, Animationsfilm, 9 Min.
Die kleine Krähe sieht anders aus. Obwohl ihre Eltern und Geschwister sie lieben, wird sie von den anderen Krähen gehänselt. Bis eines Tages …

Mishou, Milen Vitanov, Bulgarien/Deutschland 2020, Animationsfilm, 8 Min.
Das Leben von vier Schneehasen in der Arktis wird von einem ungeplanten Besucher förmlich auf den Kopf gestellt.

barrierefreies Programm, Programmlaufzeit: ca. 45 Minuten, FSK: ab 6 Jahre, Altersempfehlung: 6–9 Jahre

 

Sonntag, 8. Mai, 11 Uhr: Sonntagsgeschichten – „Der Elefant und der Schmetterling“

Die große Reise des kleinen Elefanten, Heinz Nagel, DDR 1968. ©DEFA-Stiftung/Manfred Henke

Die große Reise des kleinen Elefanten, Heinz Nagel, DDR 1968. ©DEFA-Stiftung/Manfred Henke

Märchen von E. E. Cummings

Kurt Kräß erzählt diese unglaublich wunderbare Liebesgeschichte. Passend dazu hat er ein wunderschönes Bühnenbild gebaut. Im Anschluss zeigt das Clubkino ein besonderes Kurzfilmprogramm.

Die große Reise des kleinen Elefanten, Heinz Nagel, DDR 1969, Zeichentrickfilm, 13 Min.
Einem kleinen Elefanten, der in der Wüste mit einer Kokosnuss Fußball spielt, wird eingeredet, seine Nuss sei bis an das Ende der Welt gerollt. Sofort macht er sich auf, sie zu suchen. Unterwegs trifft er andere Tierkinder, die ihm helfen wollen. Sie alle stellen fest, dass das Ende des Lebensbereichs der einzelnen Tiere kein Ende der Welt bedeutet. So wird der Weg immer länger und die Wandergruppe immer größer.

Raupe und Henne, Michela Donini/Katya Rinaldi, Italien 2013. ©Michela Donini/Katya Rinaldi

Raupe und Henne, Michela Donini/Katya Rinaldi, Italien 2013. ©Michela Donini/Katya Rinaldi

Elefant, Julia Ocker, Deutschland 2018, Animationsfilm, 4 Min.
Der Elefant ist traurig und sein Rüssel versucht, ihn aufzuheitern. Das ist aber gar nicht so einfach.

Raupe und Henne, Michela Donini/Katya Rinaldi, Italien 2013, Animationsfilm, 10 Min.
Eine Raupe und eine Henne sind die besten Freunde. Beide wissen, dass für Raupe eine große Veränderung ansteht. Wird es danach zwischen den beiden so sein wie vorher?

 

Donnerstag, 12. Mai, 19.30 Uhr: Filmklassiker im Clubkino – Das Mädchen aus dem Fahrstuhl

Das Mädchen aus dem Fahrstuhl, Herrmann Zschoche, DDR 1990. ©DEFA-Stiftung/Dieter Chill

Das Mädchen aus dem Fahrstuhl, Herrmann Zschoche, DDR 1990. ©DEFA-Stiftung/Dieter Chill

Das Mädchen aus dem Fahrstuhl, Herrmann Zschoche, DDR 1990, mit Barbara Sommer, Rolf Lukoschek, Karin Gregorek, Monika Lennarz, Hans-Jörn Weber u. a.
Frank, 10. Klasse ist mathematisch hochbegabt, FDJ-Sekretär und hat einen Vater, der Betriebsdirektor ist. Ein neues Mädchen kommt in die Klasse, Regine. Frank mag sie, und als sie unentschuldigt in der Schule fehlt, kümmert er sich um sie. Regine lebt in komplizierten Verhältnissen. Frank hilf Ihr, doch ihre Leistungen sind schlecht, für eine Ausbildung zur Kindergärtnerin kommt sie nicht in Frage. Frank opponiert gegen diese Entscheidung. Vergebens, er wird wegen seiner Haltung aus der FDJ ausgeschlossen. Damit wäre seine Entwicklung gescheitert, wenn der Vater nicht gute Beziehungen hätte. Er besorgt ihm einen Platz an einer Spezialklasse der TU Dresden. Frank geht, Regine bleibt zurück.

 

Sonntag, 15. Mai, 11 Uhr: Sonntagsmatinee für Günter Rätz

Günter Rätz bei der Arbeit an Die Spur führt zum Silbersee. ©DIAF/Rudolf Uebe

Günter Rätz bei der Arbeit an Die Spur führt zum Silbersee. ©DIAF/Rudolf Uebe

Buchpremiere, Filme und Gespräche – nähere Informationen hier

Ende April ist ein neues Buch der DEFA-Stiftung und des Bertz-Verlages über Günter Rätz erschienen: DIAF- Vorstandsmitglied Volker Petzold hat in vielen stundenlangen Interviews mit dem DEFA-Animationsfilmregisseur gesprochen. Der inzwischen 87-Jährige berichtet über sein Arbeitsleben auf dem Bau in Berlin und später im Dresdner Trickfilmstudio, über seine Lehrmeister, Inspirationsquellen, Motivation und auch Stolpersteine. Akribisch recherchierte Anmerkungen ergänzen die Konversation.

Bei der Sonntagsmatinee wird im Beisein von Günter Rätz und Volker Petzold die Publikation „Von der Hand zur Puppe“ vorgestellt.

 

Donnerstag, 26. Mai, 20 Uhr: KURZ.FILM.ZEIT. im Clubkino – Best of 34. Filmfest Dresden 2022

Night, Ahmad Saleh, D/Katar/Jordanien/Palästina 2019. ©ses-Studio/Fabian&Fred

Night, Ahmad Saleh, D/Katar/Jordanien/Palästina 2019. ©ses-Studio/Fabian&Fred

Preisträgerfilme, Publikums- und Festivallieblinge

Mily Tati/Love, Dad, Diana Cam Van Nguyen, Tschechien/Slowakei 2021, Goldener Reiter des Publikums im Internationalen Wettbewerb
Sie findet Briefe voller Liebe, die ihr Vater ihr vor 15 Jahren geschrieben hat. Jetzt kämpft sie darum, diese Liebe wiederzuerlangen.
(Filmstill)

Night, Ahmad Saleh, Deutschland/Jordanien/Katar/Palästina 2021, Goldener Reiter Bester Animationsfilm im Nationalen Wettbewerb
Begründung der Jury: Der berührende Stop-Motion-Film mit seinen ungemein lebendigen, sensibel geführten Figuren führt uns in eine zerstörte Stadt, zu den Opfern von Gewalt und Krieg. Die Nacht erscheint hier inmitten der Trümmer, in diesem Ausnahmezustand der Entrücktheit, als ein Tröster für die Menschen, der ihnen im Traum Augenblicke der Wahrheit und des Friedens schenkt. So wird der eindringliche Film zu einer poetischen Legende von großer Allgemeingültigkeit.

Klimax, Bea Höller, Deutschland 2021, DEFA-Förderpreis Animation
Begründung der Jury: Wir begleiten die nackte Barbie-Puppe, Symbol der normierten Glätte, auf einer rasanten, sinnlichen Reise durch das Labyrinth der Lust. Mit überbordender Fantasie entwirft der Film erotische Landschaften, in denen sich die wuchernde Bilderwelt der Georgia O’Keefe mit den kommerziellen Mechanismen der Sexindustrie verbinden, eine glitzernde Produktwelt – in atemlosen, unterhaltsamen und knallbunten drei Minuten.

Sven nicht jetzt, wann dann?, Jens Rosemann, D 2021. ©Jens Rosemann

Sven nicht jetzt, wann dann?, Jens Rosemann, D 2021. ©Jens Rosemann

Sven nicht jetzt, wann dann?, Jens Rosemann, Deutschland 2021, Festivalliebling
Ein schöner Sommertag im Freibad. Sven hat sich schon lange vorgenommen, vom Sprungturm zu springen. Heute wird er es machen. Oder doch lieber nächste Woche? Hin- und hergerissen zwischen ja, nein oder vielleicht besteigt Sven den Turm.

Techno, Mama, Saulius Baradinskas, Litauen 2021, Goldener Reiter der Jugendjury im Internationalen Wettbewerb
Begründung der Jugendjury: Farben im Konflikt. Bässe wie Hammerschläge. Das Gefühl der Gefangenschaft trifft das Verlangen nach Freiheit. Als einzigen Ausweg zur mütterlichen Gewalt findet er Flucht in der Musik, die Grenzen verschwimmen. Für den Protagonisten dieses fiktionalen Films ist Techno das alleinige Mittel, um seine Gefühle auszudrücken und aus diesem 1:1-Format auszubrechen.

Dieser göttliche Kadaver, Leonhard Hofmann, Deutschland 2021, Goldener Reiter der Jugendjury im Nationalen Wettbewerb
Begründung der Jugendjury: Der Preisträger ist definitiv nicht leicht verdaulich, man kann die unerträgliche Hitze förmlich spüren, den schweißtreibenden Körpergeruch fast schon durch die Leinwand riechen. Doch genau diese abstoßende Stimmung nimmt den Blick des Zuschauers gefangen. Dieser Film behandelt bei aller Fragmentierung und Absurdität die Tragik in sich selbst gefangener Persönlichkeiten und an Resonanz mangelnder Individuen.

The Soloists, Mehrnaz Abdollahinia/Feben Elias Woldehawariat/Razahk Issaka/Celeste Jamneck/Yi Liu, Frankreich 2021, Publikumsliebling Programm Jugend 2
In einem kleinen Dorf, das von absurden Gesetzen beherrscht wird, proben drei singende Schwestern und ihr Hund für das jährliche Herbstfest. Doch ein unerwartetes Ereignis bringt ihre Pläne durcheinander.

Programmlaufzeit: ca. 120 Minuten, mit Moderation und Filmgästen
in Kooperation mit dem FILMFEST DRESDEN – Internationales Kurzfilmfestival

 

Sonntag, 29. Mai, 11 Uhr: Trickfilmstars von gestern & heute

ein Programm mit beliebten Filmhelden aus dem DEFA-Studio für Trickfilme Dresden sowie Publikumslieblingen des FILMFEST DRESDEN und der Trickfilmschule Fantasia Dresden e. V.

Benefizveranstaltung für geflüchtete Kinder aus der Ukraine

Alarm im Kasperletheater, Lothar Barke, DDR 1960, Zeichentrickfilm, 16 Min.
Nachts zwischen zwölf und eins geht es im Kasperletheater lustig zu. Kasper, Gretel, die Hexe, der Räuber, der König und das Krokodil, sie alle essen Pfannkuchen für ihr Leben gern. Da hätte ihnen beinahe der kleine Teufel den Spaß verdorben. Er verschwand nämlich mit sämtlichen Pfannkuchen. Sofort machten sich alle zur Verfolgung über Land und Wasser auf.

Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt, Rudolf Schraps, DDR 1970. ©DEFA-Stiftung/Wolfgang Bergner

Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt, Rudolf Schraps, DDR 1970. ©DEFA-Stiftung/Wolfgang Bergner

Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt, Rudolf Schraps, DDR 1970, Handpuppenfilm, 18 Min.
Laufend schrillt bei der Feuerwehr die Alarmglocke, denn Sturm und Feuer richten Schaden an und Tiere müssen gerettet werden. Die Feuerwehrleute kommen nicht dazu, ihre Kaffeepause zu halten. Das trifft den Jüngsten der Einsatzgruppe am härtesten. Genosse Meier knurrt schon der Magen, wenn er nur die Möglichkeit einer Essenspause wittert.

Brei für zwei, Leopold Blümel, Produktion: Trickfilmschule Fantasia Dresden e. V., D 2016, Zeichentrickfilm, 2 Min.
Wer einen Hund oder eine Katze hat, der weiß wie schwer es oft ist, Esstisch und Teller gegen den treuen Vierbeiner zu verteidigen.

Zum Glück faul gewesen, Tashi Minou Kropp, Produktion: Trickfilmschule Fantasia Dresden e. V., D 2018, Knetanimation, 3 Min.
Der Film entstand während des 36. Internationalen Trickfilmworkshops „ANIMA 2018“ in Dresden.

See the sea, Gustav Leipnitz/Thees Immisch/Joost Immisch, Deutschland 2022, Knetanimation, 2 Min.
Wer holt für uns den Müll aus dem Meer wieder heraus?

Im Korallenriff, Océane Mirschel, Deutschland 2022, Knetanimation, 2 Min.
Ein Tauchausflug ist immer auch ein Abenteuer.

Laufzeit: ca. 60 Minuten, empfohlen ab 5 Jahre

in Kooperation mit Trickfilmschule Fantasia und Deutsches Institut für Animationsfilm (DIAF)

 

Donnerstag, 9. Juni, 19.30 Uhr: Filmklassiker im Clubkino – Auf der Sonnenseite

Auf der Sonnenseite, Ralf Kirsten, DDR 1962. ©DEFA-Stiftung/Alexander Schittko

Auf der Sonnenseite, Ralf Kirsten, DDR 1962. ©DEFA-Stiftung/Alexander Schittko

Auf der Sonnenseite, Ralf Kirsten, DDR 1962, Buch: Heinz Kahlau/Gisela Steineckert, mit Marita Böhme, Manfred Krug u. a.
Martin Hoff ist ein junger Schmelzer in einem Stahlwerk, dazu ein begabter Jazz-Sänger und der Star der Laienspielgruppe in seinem Betrieb. Dieser delegiert Ihn eines Tages an eine Schauspielschule, von wo der trotz seiner Begabung wegen disziplinarischer Schwierigkeiten verwiesen wird. Auf der Abschiedsparty lernt er eine junge Frau kennen, die dem erfolgsgewohnten Casanova allerdings wenig Beachtung schenkt. Mit seinen ehemaligen Kommilitonen wettet er, dass er es schaffen wird, sie zu erobern.