DIAF unterzeichnet Mietvertrag für Kraftwerk Mitte

Unterzeichnung der Mietverträge zwischen DREWAG und Objektiv e. V., Fantasia Dresden e. V., Medienkulturzentrum e. V. und DIAF e. V. ©Oliver Killig
Unterzeichnung der Mietverträge zwischen DREWAG und Objektiv e. V., Fantasia Dresden e. V., Medienkulturzentrum e. V. und DIAF e. V. ©Oliver Killig

Frohe Gesichter auf der Baustelle: Am 1. Oktober haben das DIAF und drei weitere Medienkultur-Vereine die Mietverträge für das Kraftwerk Mitte unterschrieben. Ende 2020 wird das DIAF gemeinsam mit seinen langjährigen Kooperationspartnern Fantasia Dresden e. V., Medienkulturzentrum Dresden e. V. und Objektiv e. V. in das ehemalige Reaktanz-Gebäude ziehen. Zur feierlichen Unterzeichnung hatten sich neben den Vereinsvertretern auch Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch und der Geschäftsführer des Gebäudeeigentümers DREWAG, Frank Brinkmann, in dem imposanten Zeugnis Dresdner Technikgeschichte eingefunden.

Reaktanzenhaus Kraftwerk Mitte 2018 vor Sanierung und Umbau. ©DIAF/Tanja Tröger

Reaktanzenhaus Kraftwerk Mitte 2018 vor Sanierung und Umbau. ©DIAF/Tanja Tröger

Medienkultur im historischen Industriebau

Die „Reaktanz“, direkt neben dem Kraftwerk-Haupteingang am Wettiner Platz gelegen, wurde 1926 in Betrieb genommen. Seit Anfang März 2019 laufen die Sanierungs- und Umbauarbeiten. Das Haus ist entkernt, neue Wände werden gesetzt. Dabei soll das geschichtsträchtige Industrie-Ambiente erhalten werden.

Das künftige Medienkulturhaus bietet ab dem Winter 2020/21 rund 700 Quadratmeter barrierefrei zugängliche Nutzfläche auf drei Etagen. Die DIAF-Geschäftsstelle zieht ins oberste Stockwerk, das noch auf das Gebäude aufgesetzt wird.

Effektivere Zusammenarbeit

Die vier Medienkultur-Vereine kooperieren bereits seit vielen Jahren und erhoffen sich durch die räumliche Nähe in Zukunft weitere und langfristige Synergieeffekte. Entsprechende Flächen für gemeinsame Aktivitäten der Mieter sind daher eingeplant. Insbesondere für das DIAF eröffnet zudem der kurze Weg zur Puppentheatersammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, die 2022 ins benachbarte Lichtwerk einzieht, interessante Möglichkeiten der engeren Zusammenarbeit.

Kultureller Hot Spot

Relikt aus Reaktanz-Zeiten. ©DIAF/Till Grahl

Relikt aus Reaktanz-Zeiten. ©DIAF/Till Grahl

„Wir wollen ein kultureller Hot-Spot für den Medienbereich sein, wo medienpädagogische Angebote konzipiert werden, die dann in die ganze Stadt getragen werden,“ erläutert DIAF-Geschäftsleiterin Anzhelika Dementyeva das Ansinnen des Medienkulturhauses.

Reaktanz – Was ist das?

Als Reaktanzen bezeichnet man induktive Blindwiderstände. Sie sollten das Stromnetz der Stadt Dresden in einem Fehlerfall absichern, indem sie die Höhe der Kurzschlussströme begrenzen, die bei Störungen von den einspeisenden Umspannwerken oder Kraftwerken in Richtung Schadensstelle fließen. Im Reaktanzenhaus im Kraftwerk Mitte befanden sich bis zu 15 solcher Begrenzungsspulen oder Begrenzungsdrosseln für die Netzkabel, die in das Stromnetz im Westen der Stadt abgingen.

Reaktanzenhaus Kraftwerk Mitte 2018 vor Sanierung und Umbau. ©DIAF/Tanja Tröger

Reaktanzenhaus Kraftwerk Mitte 2018 vor Sanierung und Umbau. ©DIAF/Tanja Tröger