50 JAHRE MAINZELMÄNNCHEN

©DIAF-Archiv

Ausstellung in den Technischen Sammlungen Dresden vom 25. Oktober 2013 bis  6. April 2014

Seit 1963, dem Start des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF), kündigen die sechs Mainzelmännchen die Werbung im Sender an. Schnell avancierten sie zu Lieblingen aller zuschauenden Altersgruppen und sind unverwechselbare Sympathieträger.

Wolf Gerlach, Entwurf für Spot mit Fotohintergründen und Zeichenfiguren, 1964  © ZDF/ZDFE/NFP/Ger

 

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Die Sonderausstellung des Deutschen Instituts für Animationsfilm verfolgt die grafische Geschichte der Mainzelmännnchen über fünf Jahrzehnte. So dokumentieren originale Vorstudien und frühe Zeichnungen ihres Erfinders, Wolf Gerlach, den Entstehungsprozess der Figuren; frühe Storyboards und Phasenzeichnungen zeigen die filmischen Anfänge. In späteren Überarbeitungen wurden die Figuren stilistisch modernisiert und die Charaktere präzisiert. Schließlich erhielten die Mainzelmännchen mit einem Relaunch 2003/2004 ihr jetziges Aussehen.

Wolf Gerlach (r.) und Chefzeichner Jürgen Titus König, 1986 © Ger

Einen spannenden Seitenblick wirft die Ausstellung 50 Jahre Mainzelmännchen auch auf andere, so genannte „Werbetrennfiguren“, beispielsweise Äffle & Pferdle des SWR oder die Spreenixen aus dem Werbefernsehen der DDR.

Zeichenfolie mit den Hauptfiguren des WDR-Werbetrenners Ute, Schnute, Kasimir, Erstausstrahlung 1978
© SWR/NFP/Ger

Dresden ist ein besonderer Ort für eine Jubiläumsausstellung der Mainzelmännchen, gab es doch hier bereits vor 1989 eine deutsch-deutsche Kooperation mit den Machern der Mainzelmännchen, obwohl das Sextett des ZDF-Werbefernsehens im sogenannten „Tal der Ahnungslosen“ wahrscheinlich am längsten auf eine Bildschirmpräsenz warten musste. Im hiesigen DEFA-Studio für Trickfilme wurden „Geschwister“ der Mainzelmännchen produziert. Hier entstanden von 1978 bis 1989 die drei Kinderfiguren Ute, Schnute und Kasimir für das Westdeutsche Werbefernsehen (WWF).