Sonderausstellung „Der Animadok von Katrin Rothe“ (AT)

Filmstill Kasimir Malewitsch aus 1917 – Der wahre Oktober, 2017. ©Katrin Rothe Filmproduktion
Filmstill Kasimir Malewitsch aus 1917 – Der wahre Oktober, 2017. ©Katrin Rothe Filmproduktion

8. September 2018 bis April 2019, DIAF-Sonderausstellungsbereich in den Technischen Sammlungen Dresden

In ihrer filmkünstlerischen Neuerzählung der Russischen Revolution 1917 – Der wahre Oktober (2017) hinterfragt die zweifache Grimme-Preisträgerin Katrin Rothe multiperspektivisch, was heute als „die Oktoberrevolution“ bekannt ist. Flachtrick mit unterschiedlichen Materialien bestimmt die Ästhetik ihrer Arbeiten. Dokumentarisch, spielerisch, fiktional: Katrin Rothe erkundet im Juni und Juli während ihres Aufenthalts im Offenen Atelier des Deutschen Instituts für Animationsfilm die Dresdner Computergeschichte. Durch die Sichtbarmachung des handwerklichen und künstlerischen Prozesses wird das Zusammenwirken von Animation und Dokumentarfilm im Animadok in seinem schöpferischen Potential greifbar.

Katrin Rothe

Katrin Rothe (*1970 Gera) absolvierte den Studiengang Experimentelle Filmgestaltung an der Universität der Künste Berlin, wo sie 1999 zur Meisterschülerin bei Prof. Heinz Emigholz ernannt wurde. Ihre Arbeit als freiberufliche Produzentin, Autorin, Regisseurin und Art Director zeichnet sich durch das Experimentieren mit interaktiven Erzählformen, Animation in genreübergreifenden Filmen und animierten Dokumentarfilmen aus. Die Gründerin des Berliner StartUps Karotoons ist zweifache Grimme-Preisträgerin (für Doku-Reihe Stellmichein, 2007 sowie Betongold Wie die Finanzkrise in mein Wohnzimmer kam, 2014). Der Erfolg ihres neuesten Films 1917 Der wahre Oktober führte Katrin Rothe auf zahlreiche internationale Animationsfilmfestivals und nach Korea mit einer Ausstellung im llmin Museum of Modern Art Seoul.