Übernahme der Sammlung J. P. Storm

Dem Deutschen Institut für Animationsfilm (DIAF) ist es gelungen, die Sammlung J. P. Storm zu übernehmen und damit dauerhaft für die Filmforschung zu sichern.

“Walt Disney wird studiert, seziert, analysiert, mikros-kopiert.” Innensichten der Deutschen Zeichenfilm GmbH, entworfen und zum Bilderalbum arrangiert von Gerhard Fieber, etwa 1943/44. ©DIAF/Sammlung J. P. Storm
Der Privatsammler J. P. Storm trug über Jahrzehnte hinweg zahlreiche Dokumente zu den Entwicklungen des deutschen Animationsfilms zusammen, insbesondere zu den Jahren zwischen 1933 und 1945. Hierzu zählen künstlerische Belege (Skizzen, Entwürfe, Zeichenfolien), Fotos und Schmalfilme, Presseausschnitte, Publikationen, schriftliche Produktionsunterlagen und Dokumente zu den Aktiven der Animationsszene jener Zeit. Zudem sammelte J.P. Storm Publikationen und Fanartikel zu Filmproduktionen von Walt Disney.
Die in der Sammlung enthaltenen Materialien zum deutschen Animationsfilm im Nationalsozialismus und der jungen Bundesrepublik haben einen hohen film- und kulturhistorischen Wert und schließen eine Bestandslücke des DIAF.

Holzfigur des Hauptcharakters aus Verwitterte Melodie: Die Wespe tanzt auf einem Plattenspieler. ©DIAF/Sammlung J. P. Storm, Foto: DIAF/ Tröger
Die Sammlung J. P. Storm war bereits 2013 als Dauerleihgabe an das DIAF übergegangen und erstmals in der Sonderausstellung „Traumschmelze. Der deutsche Zeichenanimationsfilm 1930–1950“ der Öffentlichkeit präsentiert worden.
Im Zuge der Übernahme erfährt die Sammlung zudem eine Ergänzung durch von J. P. Storm geführte und aufgezeichnete ausführliche Zeitzeugengespräche mit Protagonisten und Mitarbeitern vor allem der Deutschen Zeichenfilm GmbH und von Hans Fischerkoesen.
Der Katalog zur Ausstellung „Traumschmelze“ kann hier erworben oder heruntergeladen werden.
siehe auch: Chronologie zum Animationsfilms in Deutschland
Text: Till Grahl