1. April 2026

Das besondere Objekt: Hase aus „Die Geschichte von den fünf Brüdern“

Hasenjunge aus Die Geschichte von den fünf Brüdern, Kurt Weiler, DDR 1957. ©DIAF/Tröger
Hasenjunge aus Die Geschichte von den fünf Brüdern, Kurt Weiler, DDR 1957. ©DIAF/Tröger
Hasenjunge aus Die Geschichte von den fünf Brüdern, Kurt Weiler, DDR 1957. ©DIAF/Tröger

Hasenjunge aus Die Geschichte von den fünf Brüdern, Kurt Weiler, DDR 1957. ©DIAF/Tröger

Dieses Langohr ist eines des Hasengeschwister aus Die Geschichte von den fünf Brüdern von Kurt Weiler. Der 1957 gedrehte Puppentrickfilm erzählt von Hasenjungen, die sich mit List und gemeinsamer Kraft aus den Fängen eines Fuchses befreien.

Der Film entstand, als das DEFA-Studio für Trickfilme Dresden gerade mal zwei Jahre jung war. Damals bestanden viele Animationspuppen aus einem Metallgelenkgestell und Holzteilen. Durch die massive Bauweise lag der Schwerpunkt weit oben und sie kippten leicht um. Zum Stabilisieren wurden ihnen Sandsäckchen an die Füße gehängt.

Willibald Hofmann arbeitet an Figuren für Das Zauberfaß (Herbert K. Schulz, DDR 1957). ©DIAF/Nachlass Schulz/Küssner

Willibald Hofmann arbeitet an Figuren für Das Zauberfaß (Herbert K. Schulz, DDR 1957). ©DIAF/Nachlass Schulz/Küssner

Gestaltet hat den Hasenjungen Willibald Hofmann (1928–1998). Der als Willy Hofmann in der Nähe von Zschopau Geborene zeichnete und bastelte bereits als Kind sehr gern. Später studierte er Industrielle Formgebung für Spielzeug in Dresden und gehörte 1955 zur „Erstbesetzung“ des neu gegründeten DEFA-Studios für Trickfilme. Sein gesamtes Arbeitsleben widmete er dem Animationsfilm. Die Abwicklung „seines“ Studios Anfang der 1990er Jahre belastete ihn daher stark.

Anfang 2026 schenkten die Nichten von Willibald Hofmann den Hasen und weitere Animationsfiguren dem Deutschen Institut für Animationsfilm (DIAF).