4. September 2026

Das besondere Objekt: Vorzeichnungen aus „Abgründe“

Kombination aus Vorder- und Hintergrund auf Transparentpapier aus Abgründe, Barbara Atanassow, D 1995. ©DIAF/Tröger
Kombination aus Vorder- und Hintergrund auf Transparentpapier aus Abgründe, Barbara Atanassow, D 1995. ©DIAF/Tröger

Diese Kombination von Vorder- und Hintergrund auf Transparentpapier und die dazugehörigen Ausdrucke stammen aus Barbara Atanassows Abgründe (1995). Der dystopische Zeichentrickfilm erzählt von einem Mann, der in einer Welt aus gigantischen grauen Quadern ein hilfloses Wesen retten will. Sein Versuch scheitert, weil das Krankenhaus und später die gesamte Stadt in Flammen aufgehen.

Farbiger Ausdruck eines Szene aus Abgründe, Barbara Atanassow, D 1995. ©DIAF/Tröger

Farbiger Ausdruck eines Szene aus Abgründe, Barbara Atanassow, D 1995. ©DIAF/Tröger

Barbara Atanassow gehörte von 1960 bis 1965 zum ersten Animations-Studiengang an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Diese Ausbildung wurde nur zwei Mal durchgeführt, lediglich ein Dutzend Personen schlossen ab. Nach dem Diplom arbeitete Barbara Atanassow als Zeichentrick-Animatorin im DEFA-Studio für Trickfilme Dresden. An rund 80 Produktionen wirkte sie mit. Eigene Regie-Arbeiten verwirklichte sie erst nach der politischen Wende 1989/90 mit Fördermitteln des sächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst: Die Schuld (1993, 7 Min.) und Abgründe (1995, 5 Min.). Ab 1996 war „Bäbs“ viele Jahre als Mitarbeiterin im Deutschen Institut für Animationsfilm beschäftigt. In dieser Zeit und auch später schenkte sie dem DIAF immer wieder künstlerische Materialien aus ihrem filmischen Arbeitsleben.

Am 25. August dieses Jahres feierte Barbara Atanassow ihren 85. Geburtstag.