Kurt Weiler – Die Kunst des Puppenanimationsfilms

Ob Peter-Hacks-Gedicht, Shakespeares Wintermärchen oder philosophisch-satirische Betrachtungen gespickt mit Marx-Zitaten viele von Kurt Weilers Puppenanimationsfilmen haben auf wunderbar spielerische Weise Tore des Wissens und der Phantasie aufgestoßen und gehören damit zum Besten, was in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in deutschen Animationsfilmateliers geschaffen wurde. So gebührt Weiler der Rang einer zentralen Figur der Animationsfilm-Avantgarde, mit einer intellektuellen und ästhetischen Strahlkraft, die weit über das versunkene Halbland DDR hinaus in die Zukunft reicht.

 

Mit erstaunlicher Kompromisslosigkeit entwickelte Weiler zusammen mit namhaften Bühnenbildnern, Theaterregisseuren, Komponisten und bildenden Künstlern eine völlig neuartige Form des Puppen- und Collage-Animationsfilms, die auf Verknappung und Abstraktion in Erzählung, Bewegung und Gestaltung setzt. Weilers Filme sprechen eine ungemein klare und zugleich sehr poetische Sprache, und sie zeigen einen besonderen Hang zur Verfremdung und Experimentierlust mit Material: vom Zauberwald aus Haushaltsbürsten bis zum überlangen Pferd, das eine ganze Reiterarmee symbolisiert.

 

Die Doppel-DVD, die in enger Kooperation mit der DEFA-Stiftung und dem Verlag absolut medien entstanden ist, präsentiert aus dem gut vierzigjährigen Schaffen von Kurt Weiler eine Auswahl seiner künstlerisch bemerkenswertesten DEFA-Animationsfilme für Erwachsene. Das Bonusmaterial stellt ihn zudem als brillanten Regisseur von animierten Kinder- und Aufklärungsfilmen sowie mit Interviewpassagen vor.

 

ISBN: 978-3-89848-390-2 / DVD-Inhalte und Bestellung bei absolut MEDIEN

DIE TRICK-FABRIK: DEFA-ANIMATIONSFILME 1955–1990

Zwischen 1955 und 1990 entstanden im DEFA-Studio für Trickfilme Dresden rund 750 Animationsfilme fürs Kino und unzählige Arbeiten fürs Fernsehen und andere Auftraggeber. Alle Genres wurden gepflegt: Zeichen- und Puppentrickfilme, Silhouetten- und Flachfigurenfilme und das sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Dieses Buch erzählt die Geschichte des Studios: von den Gründerjahren und den internationalen Beziehungen, von Routine und künstlerischen Wagnissen, Zensur und Selbstzensur, von Rübezahl und dem Sandmann. Der Band enthält eine komplette Filmografie aller bei der DEFA entstandenen Kinotrickfilme einschließlich Stabangaben und Kurzinhalten. Hinzu kommen Biografien und Filmografien von mehr als 80 Regisseurinnen und Regisseuren. Durch die insgesamt 426 Abbildungen werden die Figuren vieler Trickfilme wieder lebendig.

Inhalt 

 

Das Buch wurde 2006 von der Society for Animation Studies und dem National Filmboard of Canada mit dem Norman-McLaren/Evelyn-Lambert-Award als "Best Scholarly Book or Monograph on Animation" ausgezeichnet.


"Ein Prachtband zur Historie des Trickfilms ... ein Buch, wie es für kein Land Europas existiert ... Die Welt-Filmgeschichte wäre nicht komplett ohne dieses imposante Trickfilmbuch, eine Grundlagenarbeit." (Frankfurter Rundschau)

 

Ralf Schenk, Sabine Scholze (Hg.): Die Trick-Fabrik. DEFA-Animationsfilme 19551990. Berlin: Bertz 2003. ISBN: 3-929470-27-6. 544 Seiten. 48 Farbtafeln, 343 Abbildungen, 83 Farbfotos. 20 €.

RAIMUND KRUMME – SPIEL FÜR LINIEN UND FIGUREN

Zweisprachiger Katalog zur gleichnamigen Ausstellung des DIAF in Dresden im Jahre 2009. Der Katalog ist einem der bedeutendsten deutschen Animationsfilm-Regisseure der Gegenwart gewidmet und enthält Beiträge von Rolf Giesen zum künstlerischen Werdegang Raimund Krummes und zur Werkeinordnung in die deutsche Animationsfilmgeschichte, von Suzanne Buchan zum animierten Raum im Werk des Künstlers und von Jürgen Keuneke zur technischen Umsetzung und Ästhetik seiner Filme. Der Abbildungsteil zeigt freie graphische Studien Raimund Krummes zu Bewegung und Raum in seinen Filmen. 

Inhalt 

Ines Seifert, André Eckardt (Hg.): Raimund Krumme Spiel für Linien und Figuren. Dresden: Deutsches Institut für Animationsfilm 2009. ISBN: 978-3-00-0027392-6. 36 Seiten. 8 Farbtafeln, 8 Abbildungen. 

dt./engl. 7 €.

PUPPEN IM DEFA-ANIMATIONSFILM

Zweisprachiger Begleitband zur Wanderausstellung des DIAF „Puppen im Film“.

Dem Puppenfilm gehörte die besondere Liebe der Filmemacher des DEFA-Studios für Trickfilme insgesamt etwa 480 Puppentrickfilme entstanden hier. Die Ausstellung Puppen im Film dokumentiert mit einer Auswahl aus den schönsten Puppen der DEFA-Geschichte die Vielfalt der künstlerischen Handschriften sowie die gestalterischen Fertigkeiten. Der dazugehörige Begleitband gibt Einblicke in ein bemerkenswertes Kapitel deutscher Filmgeschichte und in das Genre des traditionsreichen Puppentrickfilms. Er enthält Artikel zur Geschichte des DEFA-Studios für Trickfilme Dresden, zu Konzeption und Herstellung von Puppentrickfilmen und Auszüge aus Zeitzeugengesprächen mit ehemaligen DEFA-Regisseuren.

Inhalt 

 

Ines Seifert, Helmut Morsbach, Juliane Haase (Hg.): Puppen im DEFA-Animationsfilm. Berlin: DEFA-Stiftung 2006. Erschienen innerhalb der Schriftenreihe der DEFA-Stiftung. 118 Seiten. 18 Farbabbildungen, dt./engl. 8 €. ISBN: 3-00-018155-5.

ZEICHEN & TRICKS – DER ZEICHENTRICKFILM DES DEFA-STUDIOS FÜR TRICKFILME

Achtseitiger Leporello zur gleichnamigen Ausstellung des DIAF in den Technischen Sammlungen Dresden im Jahre 2000. Dr. Joachim Giera gibt einen Überblick über die Entwicklung der Zeichen- und Flachfigurenanimation im DEFA-Studio für Trickfilme. Die wichtigsten Regisseure und Gestalter werden vorgestellt, zahlreiche Farbabbildungen stellen eine Auswahl von Filmen vor, die von Märchenbearbeitungen bis hin zu künstlerischen Autorenfilmen reichen. 

 

Deutsches Institut für Animationsfilm (Hg.): Zeichen & Tricks. Der Zeichentrickfilm des DEFA-Studios für Trickfilme. Dresden, 2000. 8 Seiten, zahlreiche Farb- und Schwarz/Weiß-Abbildungen.

PUPPEN IM FILM – DER PUPPENFILM DES DEFA-STUDIOS FÜR TRICKFILME

Katalog zur gleichnamigen Ausstellung des DIAF in den Technischen Sammlungen Dresden 1997. Ehemalige Regisseure und Gestalter des DEFA-Studios für Trickfilme setzen sich mit verschiedenen Aspekten des Puppentrickfilms auseinander.

Mit Jan Stibral und Stanislaw Sokolow berichten außerdem zwei Filmemacher befreundeter Studios aus Tschechien und Russland über erfolgreiche Koproduktionen.

Inhalt 

 

Sabine Scholze, Jürgen Ruby (Hg.): Puppen im Film. Der Puppenfilm des DEFA-Studios für Trickfilme Dresden. Dresden: Deutsches Institut für Animationsfilm 1997. 58 Seiten, zahlreiche Farb- und Schwarz/Weiß-Abbildungen. 7,50 €. Zu beziehen über das Deutsche Institut für Animationsfilm.

SCHWARZ/WEISS. DER SILHOUETTENFILM DES DEFA-STUDIOS FÜR TRICKFILME

Katalog zur gleichnamigen Ausstellung des DIAF in den Technischen Sammlungen Dresden im Jahre 1995 mit Artikeln zum Herstellungsprozess von Silhouettenfilmen, zu Bruno Böttges Schaffen und zu Silhouettenfilmen aus der Spätphase des DEFA-Studios für Trickfilme.

Inhalt 

 

Barbara Barlet (Hg.): Schwarz/Weiß. Der Silhouettenfilm des DEFA-Studios für Trickfilme Dresden. Dresden: Deutsches Institut für Animationsfilm 1995. 40 Seiten, zahlreiche Farb- und Schwarz/Weiß-Abbildungen. 4 €. Zu beziehen über das Deutsche Institut für Animationsfilm.

ANIMATION IN DEUTSCHLAND

Das Handbuch zur deutschen Animationsfilmszene enthält Kurzbiographien und Filmographien sowie die Kontaktdaten von rund 200 deutschen Animationsfilmregisseuren und -produzenten. Zudem werden die wichtigsten Filmhochschulen portraitiert.

 

Jeanpaul Goergen, André Schmidt, Sabine Scholze (Hg.): Animation in Deutschland. Dresden: Deutsches Institut für Animationsfilm 2002. 212 Seiten, zahlreiche Farb- und Schwarz/Weiß-Abbildungen. 5 €. Zu beziehen über das Deutsche Institut für Animationsfilm.

 

 

 

1. INTERNATIONALES DRESDNER SYMPOSIUM ZUM DEUTSCHEN ANIMATIONSFILM

Enthält die Protokolle aller Referate und Diskussionen des 1. Internationalen Dresdner Symposium zum Deutschen Animationsfilm 1993. Teilnehmer des Symposiums waren u. a. Rudolf Worschech, Franz Winzentsen, Peter Blümel, Thomas Meyer-Herrmann, Christina Schindler, Gerhard Hahn, Tony Loeser, Kurt Weiler. Die Redebeiträge beschäftigen sich neben anderen Themen mit der Geschichte des deutschen Animationsfilms im Allgemeinen und des DEFA-Studios für Trickfilme Dresden im Besonderen, dem Trickfilmrepertoire in deutschen Archiven und der Ausbildungssituation in Deutschland.

Inhalt 

 

Filmverband Sachsen e. V. (Hg.): 1. Internationales Dresdner Symposium zum Deutschen Animationsfilm vom 6.–9. Mai 1993. Protokoll. Dresden, 1993

ISBN:3-929048-77-9. 118 Seiten.

 

 

GRENZGÄNGER DES TRICKFILMS

Begleitheft zur gleichnamigen Ausstellung des DIAF in den Technischen Sammlungen Dresden zum 85. Geburtstag von Rosemarie Schulz und zum 80. Geburtstag von Herbert K. Schulz. Rosemarie und Herbert K. Schulz gehörten zu den Mitbegründern des DDR-Puppentricks und haben in den Anfangsjahren des DEFA-Studios für Trickfilme in Dresden gewirkt. Kurz vor dem Bau der Mauer siedelten beide nach Westberlin über, wo sie zunächst das West-Sandmännchen neu gestalteten und in der Folge zahlreiche „Gutenacht-Grüße“ in verschiedenen Tricktechniken produzierten. Das Begleitheft zur Ausstellung enthält bio- und ausführliche filmographische Daten sowie Zitate aus 40 Jahren Schaffenszeit und umreißt das Wirken der beiden Künstler in Dresden sowie in Westberlin.

 

Volker Petzold: Grenzgänger des Trickfilms. Dresden: Deutsches Institut für Animationsfilm 2006. 8 Seiten. Zu beziehen über das Deutsche Institut für Animationsfilm.

IN MEMORIAM HORST TAPPERT (1939–2006)

Der Gestalter Horst Tappert hat das Gesicht des DEFA-Studios für Trickfilme entscheidend geprägt. Serien wie „Teddy Plüschohr“ und „Puck und Katrin“ sowie Filme wie „Das Waldhaus“, „Aschenputtel“ und natürlich der Publikumsliebling „Die fliegende Windmühle“ sind unvergessen. Im Begleitheft zur Ausstellung in Technischen Sammlungen Dresden aus Anlass des Todes von Horst Tappert im Jahr 2006 setzen sich ehemalige Kolleginnen und Kollegen mit seinem Schaffen auseinander und lassen persönliche Erinnerungen an die Zusammenarbeit einfließen. Das Heft enthält bio- und filmographische Daten.

 

Barbara Barlet, André Eckardt (Hg.): In Memoriam Horst Tappert (1939–2006). Dresden: Deutsches Institut für Animationsfilm 2006. 12 Seiten, Abb. Zu beziehen über das Deutsche Institut für Animationsfilm.